Sonntag, 20. Dezember 2009

rio de janeiro



juhu, zivilisation. endlich wieder u-bahn-fahren. nicht ganz wie in berlin, aber trotzdem toll :)




ok, das wetter war nicht das beste, aber wir wollten rio sehen, also ging es mit der "bondinho", einer wunderschönen alten tram, nach santa teresa. ein stadtteil hoch über rio mit kopfsteinpflaster und alten villen. hier scheint die zeit stehen geblieben zu sein.. aber seht selbst:




































weiter ging es nach lapa, ein stadtteil von rio. er ist bekannt für seine architektur, insbesondere der „bögen von lapa“ (arcos de lapa), die zu kolonialzeiten errichtet wurden





weiter ging es zu für mich DER sehenswürdigkeit rio's:

ein lebenslanges projekt

zwischen rios etwas verwahrlostem zentrum und dem auf einem hügel gelegenen villenviertel santa teresa befindet sich ein trostloses, fast ärmliches wohngebiet. eine der einfachen betontreppen, die den hang hinauf durch das gebiet führen, wird von einem künstler liebevoll gestaltet. seit 1990 verziert der gebürtige chilene salerón die escadaria do convento mit überwiegend blauen, gelben und grünen kachelresten - brasiliens nationalfarben - als huldigung an seine neue heimat.

fliesen- und plattenarbeiten

nach eigenen angaben folgt der bildhauer dabei einer eingebung und erhält keinerlei förderung für seine verschönerungsmaßnahme. die gestaltung der insgesamt 215 treppen-setzstufen sieht er als lebensaufgabe an, die er niemals beenden will: mittlerweile gedenkt er, die kachelreste durch ganze platten zu ersetzten, die ihm menschen aus aller welt mitbringen oder zuschicken. zum dank erhalten die spender ein foto ihrer kacheln. salerón, der in einem kelleratelier direkt an der treppe wohnt und von seinen skurrilen ölskizzen lebt, verziert die fliesen oft mit sinnfälligen sprüchen, bevor er sie einbaut.
das ein wenig an die arbeiten niki de saint-phalles oder antonio gaudis erinnernde treppenkunstwerk verbindet wie ein kunterbuntes band das triste stadtzentrum mit santa teresa, einem der schicksten viertel der "stadt der lebensfreude": eine sehenswürdigkeit - allerdings abseits von copacabana, ipanema und dem zuckerhut gelegen und nicht einfach zu finden.





























das versteht ihr sicher auch ohne "kommentar"


mhhh, lecker frühstück.. bartek's babybrei



pão de açúcar (zuckerhut)

er ist das wahrzeichen der stadt. pão de açúcar (zuckerbrot) nennen ihn die brasilianer. der zuckerhut ist ein 394 m hoher granitblock, der jäh aus den fluten emporragt und den eingang der bucht von guanabara markiert. herauf kommt man entweder per seilbahn, oder wie wir, zu fuss - jedenfalls die erste etappe. die zweite ist nur noch mit seilbahn (oder superheld-kräften) zu bewältigen..





aber an diesem tag standen die zeichen schlecht...
- der gipfel hüllte sich in ein getrübtes wolkenspiel..




doch auch vom ersten etappenziel hatten wir einen guten "rundumblick" auf rio












bartek & gepo haben auch schnell "anschluss" gefunden ;)


es gibt auch hubschrauberrundflüge von hier aus, 6-7 minuten kosten jedoch schon um die 50$ - das war es uns dann doch nicht wert..





..gab ja auch genug GROSSE bänke zum verweilen



die seilbahnfahrt auf den zuckerhut wäre an diesem tag jedoch ziemlich sinnlos gewesen, da man durch den dichten nebel nicht wirklich viel gesehen hätte.. naja, nächstes mal dann ;)



manu chao konzert

abends gings dann auf's manu chao konzert - und was soll ich sagen - sie ham' gerockt!!!











copacabana

am nächsten tag wurde ich wach und irgendwas war anders - ich realisierte ziemlich schnell: die sonne scheint!!! nach 2 tagen mit viel regen und grauer tristess hiess es heute: auf zu einem der bekanntesten strände der welt - dem copacabana strand, wo sich die schönsten der schönen nur so tummeln. weniger liebevoll weckte ich meine beiden jungs und gab ihnen (mehr oder weniger) 15 minuten zum abmarsch. hat auch fast geklappt ;-) jedenfalls waren wir ziemlich bald am strand und bekamen jede menge sonne und salzwasser ab..





verkauft wird an diesem strand einfach alles.. hüte, tücher, bikini's (falls man seinen auf dem weg verloren hat *g), uhren, sonnenbrillen, strandtücher, gegrillter käse, melone, getränke, uswusf... ruhe sieht anders aus


zwischendurch dann mal eine kühle kokusnuss als erfrischung




die wellen und die damit verbundene strömung an diesem strand sei nicht zu unterschätzen. gepo kam, nach dem kampf mit den wellen, mit einigen schürfwunden zurück..





botanischer garten

der botanische garten von rio findet sich im stadtviertel jardin botanico im süden der stadt. er wurde 1808 von johann VI. gegründet.

auf einer fläche von etwa 140 hektar beherbergt der botanische garten ca. 6.500 arten, darunter einige vom aussterben bedrohte. der botanische garten von rio zählt zu den zehn wichtigsten seiner art weltweit. die UNESCO erklärte ihn zum biosphärenreservat. die 128 palmen der hauptallee barbosa rodrigues stammen zum teil noch aus der zeit der entstehung des gartens.










cristo redentor (dt.: christus der erlöser)

es ist ein monument in rio auf dem berg corcovado in den tijuca-wäldern im südteil der stadt.

die errichtung der christusstatue war ursprünglich aus anlass der hundertjährigen unabhängigkeit brasiliens geplant. die entwürfe stammen vom brasilianischen bauingenieur heitor silva costa. finanzierungsprobleme verzögerten den bau aber um fast zehn jahre, ehe nach der unterstützung der erzdiözese rios, des vatikans und frankreichs schließlich die einweihung am 12. oktober 1931 stattfinden konnte.

die statue ist 30 meter hoch und ruht auf einem 8 meter hohen sockel, der auch eine kapelle für 150 personen beherbergt. die spannweite der arme beträgt 28 meter, das gesamtgewicht der statue beträgt 1145 tonnen. die statue blickt auf den zuckerhut.
















rio hat den "größten" :p

das anzünden des baumes gilt nach karneval und sylvester als das drittgrößte ereignis im leben der stadt. der baum schwimmt auf einer plattform in der lagoa rodrigo de freitas, einem see in der zona sul, eingerahmt von den stadtteilen ipanema, leblon, lagoa und jardim botanico, und ist laut guinness-buch der rekorde der weltgrößte baum seiner art (85 meter).

jedes jahr hat der spektakuläre baum ein anderes motto. diesmal lautet es "unsere besten wünsche vereint". beleuchtet wird der weihnachtsbaum von 2,9 millionen miniaturglühbirnen, 52 kilometer lichterketten und 1600 blinklichtern.

dabei gibt sich rio im zeichen des klimagipfels ganz umweltbewusst. der lichterglanz des weihnachtsbaumes wird von zwei biodieselgeneratoren erzeugt. der durch den aufbau, betrieb und abbau des baumes hervorgerufene co2-ausstoss soll durch das pflanzen von bäumen ausgeglichen werden.





kein kommentar


cachaca in allen farben, formen und geschmacksrichtungen..




für mein sternchen :)



snookerabend mit farid


montag der 14. dezember war mein letzter tag in rio. wir waren nochmal am strand und abends gab es "polnische" feijoada von bartek & gepo und die typisch "brazilianische" feijoada gemacht von cris, der couchsurferin, bei der wir die woche über gewohnt haben. um 23.30 uhr hieß es dann abschied nehmen von gepo & allen anderen, da um 0.30 uhr mein bus nach belo horizonte abfuhr. bartek brachte mich noch zum terminal und dann hieß auch für uns nach fast 2 monaten, in denen wir zusammen gereist sind: "do zobaczenia wkrótce"


die heimreise

"flughafenimpressionen - und ja, mir war langweilig!"

15. dezember 2009








landeanflug in brasilia, der hauptstadt brasiliens


cuiabá

in cuiabá verbrachte ich noch einen wunderschönen abend mit eda, meiner couchsurfering, und ihren freunden (hier auf dem bild mit fernando)

ricardo und ich


nach dem zusammentreffen in der bar ging ich mit den jungs noch zu fernando nach hause - bzw. mit auf die dachterrasse seines hauses, von wo aus man einen tollen blick über cuiabá hatte









16. dezember 2009

am nächsten morgen ging es dann weiter nach cáceres, wo ich gegen 15 uhr ankam und mir sagen lassen musste, dass an diesem tag nichts mehr nach bolivien fahre. also wieder zwangsstop in diesem unglaublich charmanten hostel, gleich gegenüber vom terminal.



17. dezember 2009

um 4.30 uhr ging es im minibus nach st. matías/bolivien. von dort aus startete um 7 uhr morgens dann dieser bus nach santa cruz - eine 18 h fahrt über schotterpiste. immerhin hatte ich 2 sitzplätze für mich und konnte mich etwas ausbreiten. einziges problem war jetzt nur noch, dass die migrationsstelle hier noch nicht aufhatte. aber der busfahrer versicherte mir, in st. ignacio de velasco würden wir pausieren und dort gäbe es dann auch noch eine migration..















gegen 15 uhr dann stop in st. ignacio de velasco. mit einem moto-taxi zur migration und nach 5 minuten zurück zum bus mit meinem 90-tage-visum :) manchmal klappt's einfach..







am frühen abend nochmal stop im nirgendwo und dieses vorzügliche abendbrot zu mir genommen. hühnchen, reis und salat.




18. dezember 2009

um 1 uhr nachts erreichte der bus santa cruz. um die uhrzeit fahren natürlich keine busse mehr, jedoch noch minibusse. die waren zwar doppelt so teuer wie eine busfahrt, aber dafür auch schneller. und ich wollte nur noch nach hause und nicht nochmal irgendwo eine nacht schlafen, weil es nicht weiter geht.. um 9.30 uhr war ich wieder in cochabamba.

alles in allem war brasilien, vorallem rio de janeiro, diese stressige an- und abreise wert.
so schnell wollte ich danach aber keinen bus mehr betreten ;-)


6 Kommentare:

  1. huiiiiiiii, viele neue foooooooootooooooooooo :D toll, toll, toll

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  2. Hi
    haben uns gerade gemeinsam ( Martina, Lena, Olovia und Melissa) deine tollen Fotos angesehen und sind schon etwas neidisch, wir so dick eingepackt mit Wollsocken und du in T-Shirt und Flip Flops..
    Hoffen dir geht es gut und du hast viel Spaß.
    Gibt ja schon sehr viele Männer mit nacktem Oberkörper:-) Leider sind es bei uns immer nur Frauer oben ohne...
    Hat deine Arbeit deinen Kinderwunsch verstärkt?
    Hoffentlich sind die immer ganz lieb und artig zu dir.
    Liebe Grüße aus Berlin-Reinickendorf

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  3. Olivia hat sich in Olovia verwandelt.. uups

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  4. hola "anonym" ;-)

    da ich olivia nicht kenne, hätte ich auch olovia akzeptiert (heuzutage sind ja viele namen erlaubt *g) aber liebe grüsse unbekannter weise!!

    und ja, männer mit nacktem oberkörper finden sich, gerade an der copacabana in rio, ziemlich häufig. in bolivien relativiert sich das - glücklicherweise, denn die bolivianer sind 1. ziemlich klein und 2. (für mich) auch nicht so ansehnlich ;-)

    der kinderwunsch ist nicht stärker als zuvor. aber die kids im projekt möchte man manchmal echt nur mit "nach hause" nehmen. aber das leben hier ist schon komplett verschieden. die kids arbeiten oft schon mit 4-5 jahren auf der straße und verkaufen kaugummis, zigaretten oder putzen schuhe. da merkt man immer und immer wieder, wie gut es uns doch geht.

    trotzdem habe ich hier eine wunderbare zeit, habe schon viel gesehen, viele wundervolle menschen kennengelernt und ich bereue keinen tag meines "abenteuers".

    ich schicke euch sonnenstrahlen, nette kundschaft und weiterhin viel spass gemeinsam!!

    nos vemos :)

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