Freitag, 20. November 2009

Samstag, 14. November 2009

information zum projekt colonia ecologica, bolivien

wie ich bereits erwähnt habe, gab es vor meiner abreise nach peru einige unschöne geschehnisse in dem projekt, wo ich arbeite. hier jetzt für alle die offizielle zusammenfassung der letzten wochen von meiner organisation aus der schweiz:


Im November 2009


Liebe Freundinnen und Freunde der Colonia Ecologica,

Liebe Gönnerinnen und Gönner unseres Vereins Sol de Mañana,


Seit 2006 unterstützen wir die Colonia Ecologica in Cochabamba, Bolivien und verfolgen mit viel Respekt und Bewunderung die Arbeit und den Einsatz von Carmen und Kiko, die Gründer und Projektverantwortlichen. In den letzten Wochen ist die Colonia Ecologica ganz unerwartet in einen Strudel von Ereignissen geraten, welcher uns sehr betroffen macht und worüber wir Euch in diesem Schreiben informieren möchten.

Wir versuchen die wichtigsten Ereignisse zusammen zu fassen, soweit diese für uns nachvollziehbar sind. Gerne geben wir euch jederzeit persönlich genauere Auskünfte.

Ausgelöst durch einen anonymen Anruf an die lokalen Behörden, wurde eine Untersuchung gegen die Colonia und gegen Francisco Villanueva (Kiko) eröffnet. Dabei wurde unter anderem der Vorwurf erhoben, dass die Colonia nicht die nötigen Betriebsbewilligungen habe und dass im Projekt Kinder missbraucht würden. Als Folge der eingeleiteten Untersuchung, wurde durch die Lokalregierung die sofortige Schliessung des Heimes durchgesetzt. Die Kinder wurden gegen ihren Willen weggebracht und auf diverse Waisenhäuser verteilt, bzw. zu entfernten Verwandten abgeschoben. Kiko wurde umgehend festgenommen. In den lokalen Medien wurden zudem wir und unsere Partnervereine in England und den USA bezichtigt, in Aktivitäten wie Kinderhandel, illegale Adoptionen und Korruption verstrickt zu sein.

Für uns waren all diese Nachrichten unbegreiflich und zutiefst bestürzend.

Wir haben unmittelbar nach den ersten überstürzten Ereignissen einen Anwalt für die Colonia und für Kiko und Carmen organisiert (die Kosten dafür werden nicht von Spendengeldern finanziert). Nach Einspruch dieses Anwalts hat die zuständige Richterin die vollständige Schliessung des Projekts für unverhältnismässig erklärt. Der Projektteil für die „Externos“ (Kinder welche zwar noch eine eigene Familie haben, aber von dieser nur ungenügend betreut werden können und darum zur Hausaufgabenhilfe und teilweise zu den Mahlzeiten in die Colonia kommen) sowie die Unterstützung für die Studentinnen und Studenten an der Universität funktionieren damit weiter.

Wir nehmen alle Anschuldigungen sehr ernst und befürworten, dass diese von der bolivianischen Justiz in einem fairen und unvoreingenommen rechtsstaatlichen Verfahren untersucht werden. Gleichzeitig stellen wir aber fest, dass zumindest die Medien vor Ort Informationen über die Colonia Ecologica und deren Unterstützungsvereine offensichtlich böswillig falsch interpretiert und Anschuldigungen fabriziert haben, die jeder Grundlage entbehren. Es wurde noch nie ein Kind aus der Colonia extern adoptiert und weder wir noch unsere Partnerorganisationen haben jemals Aktivitäten in diese Richtung unternommen oder auch nur beabsichtigt.

Inzwischen haben erste Anhörungen von Kiko, im Beisein seines Anwalts, stattgefunden. Von den Anfangs achtzehn von den Behörden erhobenen Anklagepunkten haben sich sechzehn als haltlos erwiesen. Zwei Anklagepunkte werden weiter untersucht.


Wir kennen Kiko und Carmen persönlich, haben selber mehrere Monate im Projekt mitgeholfen und betrachten sie beide als Freunde und Vertrauenspersonen. Von uns selbst, und von unseren zahlreichen Freiwilligen, welche über die Jahre in der Colonia mitgearbeitet haben, wurde nie etwas wahrgenommen, was die aktuellen Anschuldigungen bestätigen würde. Die warme und positive Atmosphäre im Projekt, der liebe- und respektvolle Umgang untereinander, sowie die exzellenten Schulleistungen der betreuten Kinder sprechen für sich selbst. Ohne Beweis des Gegenteils haben Kiko und Carmen darum nach wie vor unsere volle Unterstützung. Nach reiflicher Überlegung haben wir beschlossen, unsere monatlichen Unterstützungsbeiträge bis auf weiteres fortzuführen, da die Hausaufgabenhilfe weiterhin funktioniert. Wir verzichten derzeit aber auf neue Investitionen bis sich die Situation weiter geklärt hat.

Die Nachrichten aus Bolivien belasten uns sehr und wir hoffen, dass sich bald Licht am Ende des Tunnels zeigt. Durch unsere Freund/innen und Kontakte in Cochabamba sowie durch den Austausch mit unseren Partnerorganisationen versuchen wir die weitere Entwicklung möglichst genau zu verfolgen. Es ist für uns aber ausserordentlich schwierig, die oft widersprüchlichen und plötzlich ändernden Informationen vor Ort sowie die wenig transparenten behördlichen Abläufe richtig zu interpretieren.

Wir sind zuversichtlich, dass es –trotz den Schwächen des lokalen Justizsystems und den oft unvorhersehbaren Entwicklungen in Bolivien- zu einer baldigen Klärung kommt.

Wir werden euch über wichtige Neuigkeiten auf dem Laufenden halten. Für Fragen und weitere Erklärungen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Wir danken euch für euer Vertrauen, welches ihr uns und der Colonia über die letzten Jahre entgegen gebracht habt.

Herzliche Grüsse,


Mark Hugelshofer
Andrea Schatt
Stefanie Schmid

Verein Sol de Mañana


ich war gestern den ersten tag wieder da und bis auf das es momentan ziemlich wenig kinder gibt, ist die stimmung gut und ich denke es ist wichtig, dass wir gerade in dieser zeit viel mit den kids machen. und dann schauen wir mal, was die zeit bringen wird..

Freitag, 13. November 2009

school's out party in der colonia

13. november 2009

zum ferienbeginn haben wir voluntarier eine kleine fiesta für die kids vorbereitet. wir haben pizza gebacken, wackelpudding gemacht und den speiseraum für die kids geschmückt.



die fleissigen helfer bei der arbei



und so sah das endprodukt dann aus - klar haben die luftbalons schnell den weg in die hände der kinder gefunden, aber beim ersten betreten des raumes haben doch alle große augen gemacht


und in solchem ambiente schmeckt die pizza ja auch gleich doppelt so gut!!



danach gab's einen spielenachmittag, z.b. mit stuhltanz




oder schubkarren-wettlauf ;)




highlight war dann noch die piñata. für die kids waren es natürlich die süßigkeiten im inneren, für uns eher der anblick, als die kids wie besinnungslos auf die heruntergefallenden bonbons, lollies und kaugummis zugestürmt sind :D



und danach hieß es: gut bunkern!!

danach durften dann alle ins piscina.
ein perfekter abschluss eines perfekten tages..